„Gleichstellung nach unten“: Die materialistische Ethik als Einebnung der Natur

Dass der Mensch letztlich selbst ein Tier unter vielen sei, wird in zeitgenössischen Debatten um Tierethik gerne hervorgehoben. Man meint damit, das alte Narrativ vom Menschen nicht nur als Krone, sondern als König der Schöpfung, als Herrscher über die Natur zu überwinden. Doch so einfach verhält sich das nicht.

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Corona zwischen Technokratie und Nihilismus

Der Corona-Krise begegnen wir in vielerlei Hinsicht mit einer trostlosen Überlebenslogik, mit einem technokratischen Nihilismus: Um Menschenleben zu retten, müssen wir uns quasi tot stellen. Dieses Denken ist nicht neu. Die Krise bringt es lediglich zum Vorschein. Damit kann sie aber auch als Chance gesehen werden, dem Abgrund ins Gesicht zu blicken.

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Der Körper als Maschine, der Geist als Computer

Im Naturkundemuseum Münster befindet sich derzeit eine Ausstellung zum menschlichen (und sicher auch tierischen) Gehirn. Um diese selbst soll es hier nicht gehen, nur um das zugehörige Werbebanner, auf welchem ein „aufgeklapptes“ und damit comichaft stilisierte Zahnräder entblößendes Gehirn dargestellt ist. Die Botschaft ist unmissverständlich: Das Gehirn ist eine Maschine. „Intelligenz, Bewusstsein, Gefühl“ – mit dem zugehörigen Bild wird im gleichen Atemzug gesagt: sie sind allesamt nur automatische Funktionen dieses Apparates.

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