Dekonstruktion und Buddhismus

Anatta“ ist ein zentrales Konzept, über welches der Buddhismus aus den vedischen Lehren des alten Indiens erwuchs und sich von diesen entsprechend abgrenzt. Häufig wird es auf die Aussage reduziert, dass das Ich eine Illusion und zugleich Quell alles Leids beziehungsweise Anhaftens sei. Kombiniert mit Jacques Derridas Philosophie der Dekonstruktion ist hier jedoch ein deutlich erweiterter Blick möglich, der auch unser Verständnis von Logik und Wahrheit berührt. Ich bin versucht, darin den Kern von Anatta zu sehen, wie ich (ich Europäer) es auslegen würde. Weiterlesen

Empirie und Wissen als Frage des Gewissens

Was die „Erfahrung“, von welcher in den „empirischen“ Wissenschaften dauernd gesprochen wird, eigentlich ist, ist eine abgründige Fragestellung. Wenn wir in Alltag wie in Wissenschaft einfache empirische Aussagen treffen – wie zum Beispiel „der Apfel ist grün“ – dann meinen wir, diese Aussage sei genau dann „wahr“, wenn der Apfel „wirklich“ grün ist, wobei die hier gemeinte „Wirklichkeit“ diejenige direkter empirischer Erfahrung ist. Weiterlesen