Von Aristoteles zu Platon

Als jemand, der immer irgendwie mit dem „Transzendenten“ geliebäugelt hat, habe ich mich im Zuge meiner beginnenden Beschäftgung mit der abendländischen Philosophie eigentlich eher zu Platon hingezogen gefühlt als zu Aristoteles. Als Unterscheidungsmerkmal beider gilt zumeist die platonische Ideenlehre: Während Platon glaubte, dass die zeitliche und vergängliche Welt bloßes Abbild ewiger und transzendenter „Ideen“ sei, meinte Aristoteles, dass die Formen und Muster, welche die platonischen Ideen bilden, immer Formen von Dingen seien, die man sich dabei als etwas bereits „Angesprochenes“ denken müsse.

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Menschenrechte und Menschenleben: eine erweiterte Perspektive

Anlässlich der Einschränkungen unserer Freiheit habe ich in meinen bisherigen Beiträgen zu Corona unsere verbrieften Grundrechte eher verteidigt und betont. Leitmotiv war dabei, dass Menschenleben keinen absoluten Vorrang vor den übrigen Menschenrechten haben können – denn sonst müssten wir den Corona-Zirkus auch zur alljährlichen Grippewelle veranstalten –, und dass insbesondere ein Leben, das bloß noch dem Überleben dient, ein sinnloses Leben wäre. Nachdem das nun geklärt ist, möchte ich eine erweiterte Perspektive vorschlagen. Weiterlesen

Gedanken zum Begriff der Kausalität in Physik und Bewusstseinsforschung

Mit der Quantenphysik hielt der „Indeterminismus“ Einzug ins physikalisch-philosophische Alltagsvokabular. Indeterminismus bedeutet, auch bei vollständiger Kenntnis der Anfangsbedingungen nicht vorhersagen zu können, wie sich das betrachtete System verhalten wird. Man unterscheidet zwischen „epistemischem“ und „ontischem“ Indeterminismus. In diesem Text möchte ich darlegen, dass der ontische Determinismus gleichbedeutend mit einem akausalen Verhalten des Systems ist und auf dieser Grundlage dann die Kausalität überhaupt hinterfragen. Wer sich in der Materie bereits auskennt, kann die ersten beiden Abschnitte getrost überspringen. Weiterlesen