Erzählung „Rückkehr und Verschwinden“

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Samuel stirbt. Doch seine Seele lebt weiter.

Samuel Kravagna, passionierter Bergsteiger, wird von einer Lawine verschüttet. Während sein Leib durch Sauerstoffmangel in den Zustand der Ohnmacht ohne Wiederkehr tritt, löst sich seine Seele fortschreitend von ihm ab, durchbricht autark die Verkrustungen ihrer Traumata, wandelt durchs Fegefeuer und taucht schließlich hinab in die Tiefe ihrer eigenen Mysterien und eigentlichen Ewigkeit.

Weitere Informationen hier. Erwerben lässt sich die Erzählung dort.

Lesung „Welt(t)raum“ (2/2) [Kapitel 02]

Lesung aus meinem 2017 erschienenen Buch „Welt(t)raum„. Verfügbar auf Amazon.

Kapitel 2: Der Mensch und das All
Das unbeschriebene Blatt
Nach den Sternen navigieren

Lesung „Welt(t)raum“ (1/2) [Vorwort + Kapitel 01]

Lesung aus meinem 2017 erschienenen Buch „Welt(t)raum„. Verfügbar auf Amazon.

Vorwort
Kapitel 1: Außenschau und Innenschau

Vitamin D und Sonne

Wussten Sie schon? Wenn die Sonne auf unsere Haut trifft, erzeugen wir Vitamin D, und das macht glücklich! Wissenschaftliche Studien haben das gezeigt.¹ Menschen mit Winterdepressionen bekommen sogar Vitamin-D-Tabletten verschrieben.

Endlich haben wir eine Erklärung dafür, warum wir uns glücklich fühlen, wenn wir in das wärmende Antlitz der Sonne blicken. Endlich haben wir einen Grund, spazieren zu gehen, frische Luft zu schnappen; wir müssen es nicht mehr zum Selbstzweck tun. Das wäre schließlich Müßiggang, und der hat immer etwas Suspektes, Fragwürdiges, ja, Unmoralisches an sich. Ein Müßiggänger scheitert im Leben; er kann kein erfolgreicher Mensch werden. Denn auf Instagram steht geschrieben: Listen to your heart. Follow your dreams. Weiterlesen

Philosophie des Erkennens (kurz notiert)

Mit Erkenntnistheorie habe ich mich noch nicht viel befasst, aber mir scheint, dass sie sich entweder mit den allgemeinen Gesetzen für deduktive Erkenntnis oder den Prüfungskriterien für induktive Erkenntnis befasst.

Was ist aber mit dem Vorgang des Erkennens selbst, also der Frage, wie ein Forscher ganz konkret und persönlich zu seiner Erkenntnis gelangte? In den wahrhaft großen Fällen scheint es sich hier manchmal um schicksalhafte Ereignisse zu handeln, um spontane Einsichten, die scheinbar wenig mit Erkenntnistheorie und viel mit unbewussten Prozessen zu tun haben. Newton fiel der Legende nach der Apfel auf den Kopf. August Kekulé soll der Einfall mit der Ringstruktur des Benzols gekommen sein, nachdem er vom Ouroboros geträumt hatte, der sich in den Schwanz beißenden Schlange. Auch im Kleinen zeigen sich Lösungen manchmal von selbst, wenn man aufhört, nach ihnen zu suchen. Gibt es Versuche, sich diesen Prozessen philosophisch anzunähern? Gibt es zusätzlich zur bekannten Erkenntnistheorie auch eine umfassendere „Philosophie des Erkennens“?

Gedanken zum Begriff der Kausalität in Physik und Bewusstseinsforschung

Mit der Quantenphysik hielt der „Indeterminismus“ Einzug ins physikalisch-philosophische Alltagsvokabular. Indeterminismus bedeutet, auch bei vollständiger Kenntnis der Anfangsbedingungen nicht vorhersagen zu können, wie sich das betrachtete System verhalten wird. Man unterscheidet zwischen „epistemischem“ und „ontischem“ Indeterminismus. In diesem Text möchte ich darlegen, dass der ontische Determinismus gleichbedeutend mit einem akausalen Verhalten des Systems ist und auf dieser Grundlage dann die Kausalität überhaupt hinterfragen. Wer sich in der Materie bereits auskennt, kann die ersten beiden Abschnitte getrost überspringen. Weiterlesen

Verbreitete Fehlannahmen zur Entropie und zum zweiten Hauptsatz der Thermodynamik

In Daniel Kehlmanns Erzählung „Mahlers Zeit“ versucht ein junger Physiker, der Fachwelt seine revolutionäre Theorie zum Wesen der Zeit zu vermitteln. Die Geschichte nimmt wahnhafte, psychotische Ausmaße an und endet tragisch. Momente der Klarheit gibt es dennoch, und in manchen von ihnen lässt Kehlmann seinen Protagonisten jene ominöse Größe namens „Entropie“ sowie den zweiten Hauptsatz der Thermodynamik erklären. Mir fielen hierbei einige Fehler auf, was ärgerlich ist, denn es lässt vermuten, Kehlmann habe bei seiner Recherche für das Buch lediglich populärwissenschaftliche Literatur zu Rate gezogen, während er bei einem so schwierigen Thema vielleicht einen Fachmann hätte konsultieren sollen. Umso ärgerlicher ist es, weil mir die Erzählung sonst sehr gut gefiel.

Die Irrtümer bestehen in folgenden Aussagen:

  1. Entropie sei ein Maß für die „Unordnung“ eines Systems.
  2. Der zweite Hauptsatz der Thermodynamik, welcher im wesentlichen besagt, dass die Entropie eines Systems mit vergehender Zeit nur zunehmen könne, sei das einzige bekannte physikalische Gesetz, welches irreversibel ist.
  3. Aus dem zweiten Hauptsatz lasse sich schlussfolgern, dass das Universum am Ende seiner Entwicklung dem Wärmetod anheim fallen werde.

Doch warum darüber schreiben? Weil diese Aussagen symptomatisch sind. Sie sind symptomatisch für in diesem Bereich vorherrschendes Halbwissen, für leichtfertigen Umgang mit komplizierten abstrakten Theorien und für gedankenlose Pauschalisierung. Schließlich tauchen diese Aussagen bei Kehlmann nicht zum ersten Mal auf. Es folgen meine Antworten auf obige Aussagen. Weiterlesen