Gleichheit? Toleranz? Alterität!

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Slavoj Žižek über die „Ode an die Freude“

Lange ist es noch nicht her, dass ich zum ersten Mal Beethovens Ode an die Freude hörte. Ich meine den ganzen 23-minütigen Schlusssatz der neunten Sinfonie; das „Freu-de schö-ner Göt-ter-fun-ken…“, den mittigen Höhepunkt kennt schließlich so ziemlich jeder, wenngleich er ohne vorherigen Spannungsaufbau kaum seine ganze Wirkung, ja, Gewalt entfaltet. Slavoj Žižek hat mir eine neue Perspektive auf das Werk gegeben. Jeder mit hinreichend viel Muße unternommene Hördurchgang rührte mich bisher auf die eine oder andere Weise zu Tränen. Nun ist mir aber endgültig klar geworden, dass Tränen – selbst die eigenen – durchaus lügen können.

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Die begriffliche Aushöhlung der Demokratie

Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit, zugleich aber auch kein Selbstzweck. Es trifft sich eben, dass die deutsche und europäische Gesellschaft von heute sich als „demokratisch“ versteht – aber nur, weil wir in eine demokratische Gesellschaft hineingeboren wurden, müssen wir sie nicht rückhaltlos als die beste aller möglichen Welten bejahen.

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